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Heft 2 | 2016

Lehren

Ist die Notwendigkeit der Erziehung eine anthropologische Konstante, so scheint das Lehren mindestens in Hochkulturen eine Notwendigkeit zu sein: Wissen und Können müssen, sollen sie nicht verloren gehen, von Generation zu Generation weitergegeben werden. Seit ihren Anfängen als Wissenschaft ist die Didaktik daher immer wieder mit dem Problemfeld Lehren beschäftigt gewesen. Zuletzt haben die bildungspolitischen Reformen seit den 1970er-Jahren sowie die Folgen der ersten PISA-Studie dieses Problemfeld neu auf die Tagesordnung gesetzt, insbesondere auch in den Fachdidaktiken. Dabei hat das Stichwort „Professionalisierung“ eine zentrale Rolle gespielt. Die Beiträge zum Schwerpunktthema dieses Heftes beleuchten unterschiedliche Aspekte aus den derzeitigen Professionalisierungs- und Reformdebatten.

zdg Heft 2 | 2016, Best.-Nr.: zdg2_16
 
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zdg 1/2016: Lehren
Inhalt zdg 2 | 2016


Wolfgang Sander:
Lehren – zur Einführung in das Schwerpunktthema

Christian Pichler
Kompetenzorientierter Geschichtsunterricht und fachspezifisches Professionsverständnis, ein Dilemma

Volker Schwier, Christoph Bulmahn
„Miniaturen sozialwissenschaftsdidaktischer Professionalität“ – Über Wissen und Können in unterrichtlichen Praxisphasen

Julia Koinova-Zöllner, Barbara Kranz
Ist Kooperation lehrbar?

Ewa Bacia
Schlüsselkompetenzen für lebenslanges Lernen


Forum


Georg Götz
Wie fachspezifisch ist narrative Kompetenz?

Stefan Müller
Multiperspektivität und Reflexivität als Bezugspunkte politischer Bildung

Willi Hertelt, Michael May
Kritische politische Bildung ohne didaktische Konzeption? Rekonstruktion didaktischer Grundzüge kritischer politischer Bildung


Buchbesprechungen


Heft 1 | 2016

Diagnostik

Auch wenn die Diagnostik durch die Aufgabe des Beurteilens sowie der Erfassung von Voraussetzungen der Lernenden als Planungsbasis schon lange zum Kerngeschäft von Lehrkräften gehören müsste, wird ihr in jüngster Zeit eine besondere Bedeutung beigemessen. Bedingt durch die Schieflagen von Bildungserfolgen nach sozialer Herkunft, den Herausforderungen der Kompetenzorientierung und der Inklusion stellen sich auch für die gesellschaftswissenschaftliche Fachdidaktik neue Herausforderungen durch die Diagnostik. Während noch das Wissen relativ einfach zu erfassen ist, sind komplexere fachbezogene Kompetenzen – wie Urteilskompetenz oder narrative Kompetenz – einer einfachen Überprüfung kaum zugänglich: Was macht solche Kompetenzen aus und wie lassen sie sich alltagstauglich erfassen? Lösungsmöglichkeiten ernten nicht selten den Vorwurf der Ideologielastigkeit und Unterkomplexität, während die Ergebnisse für die Getesteten selbst auch mit Konsequenzen einhergehen. Wie lassen sich Zielkonflikte bei der Entwicklung von Testaufgaben bewältigen und wie werden die Ergebnisse mit den Diagnostizierten kommuniziert? Das Heft der zdg zur Diagnostik bietet beispielhafte und anregende Antworten.

zdg 1/2016: Diagnostik

zdg Heft 1 | 2016, Best.-Nr.: zdg1_16
 
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Prävention von islamistischem Extremismus ... (Wolfgang Sander)


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Inhalt zdg 1 | 2016


Birgit Weber
Diagnostik – zur Einführung in das Schwerpunktthema

Martin Nitsche, Monika Waldis
Narrative Kompetenz von Studierenden erfassen
Zur Annäherung an formative und summative Vorgehensweisen im Fach Geschichte

Ewald Mittelstädt, Till Sender, Andreas Liening
Ökonomische Experimente und Diagnostik
Zum diagnostischen Potenzial experimenteller Lernsituationen in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern

Dirk Loerwald, Christina Schnell
Diagnostik im Dilemma zwischen fachdidaktischen Ansprüchen und empirischen Anforderungen
Zur (vermeintlichen) Trivialität von Testitems

Julia Prieß-Buchheit
How to ensure an understandable test-result for a test taker? – The legacy of commensuration shows a path


Forum


Teresa Segbers, Detlef Kanwischer
Unterwegs im Fremden
Zum Zusammenhang von Erfahrungen und Selbstbildungsprozessen auf Exkursionen

Jan Weyland
Metakritik der Werteerziehung


Werkstatt


Antonia Schmidlin, Hugo Caviola
Ein Tag im August 1917: Geschichten machen Geschichte
Eine Gymnasialklasse schreibt sich mit einem fächerübergreifenden Unterrichtsprojekt nach Belgien

Wolfgang Sander
Prävention von islamistischem Extremismus durch Schulkultur und Unterricht in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern –
Befunde und Perspektiven
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Befunde und Perspektiven
'Die Macht der Geographie' – eine Verheißung zur Erklärung der Weltpolitik?


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Heft 2 | 2015

Forschung

„War es das, was wir wissen wollten?“ – dieser „großen Frage“ widmet sich das zdg-Heft „Forschung“. Es geht im Schwerpunkt um Berichte, Reviews und Kritiken (1) zu 15 Jahren „Lernstandserhebungen“ (R. Rauschenbach), (2) zur geschichtsdidaktischen Forschung im Schatten von PISA (M. Köster/ H. Thünemann), (3) zu subjektiven Sichtweisen in der ökonomischen Bildung (V.Kirchner), (4) zur financial literacy (T.Kaiser/ A.Lutter), (5) zu digitalen Geomedien (U.Schulze). Im Forum wird über politikwissenschaftliche Simulationen am Beispiel der UNO diskutiert (B.Bucher/ M.Koch/ J.Walter) und über die Frage, ob und wie Lernende mit Deutsch als Zweitsprache „nichtkontinuierliche Texte“ wie z.B. Diagramme erläutern können (C.Kölzer/ V.Lemke/ M.Michalak). In der Werkstatt zeigt eine Schulbuchanalyse aus Hessen und Bayern (F.Nissen), dass von einer konzeptualisierten Praxis zum fächerübergreifenden Unterricht noch nicht die Rede sein kann.

zdg Heft 2 | 2015, Best.-Nr.: zdg2_15
 
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zdg 2/2015: Forschung
Inhalt zdg 2 | 2015


Tilman Rhode-Jüchtern
Forschung – zur Einführung in das Schwerpunktthema

Roland Reichenbach
„Was war es, was wir wissen wollten?“
15 Jahre vergleichende Leistungsstanderhebungen im Bereich der Bildung – eine Kritik

Manuel Köster, Holger Thüneman
Geschichtsdidaktische Forschung im Schatten von PISA

Vera Kirchner
Subjektive Sichtweisen als fachdidaktisches Forschungsfeld:
Schüler- und Lehrervorstellungen in der ökonomischen Bildung

Tim Kaiser, Andreas Lutter
Empirische Forschung zu financial literacy – Zugänge – Befunde – Desiderata

Uwe Schulze
Digitale Geomedien und empirische Bildungsforschung:
Ein systematischer Literaturreview zum Lernen mit Geographischen Informationssystemen


Forum


Carolin Kölzer, Valerie Lemke, Magdalena Michalak
Diagramme im gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht – eine Herausforderung für Lernende mit Deutsch als Zweitsprache

Bernd Bucher, Martin Koch ,Jochen Walter
„Warum unternehmen die Vereinten Nationen nichts?“


Werkstatt


Falk Nissen
Fächerübergreifender Unterricht in gesellschaftswissenschaftlichen Fächern in Hessen und Bayern – eine Schulbuchanalyse


Buchbesprechungen

Heft 1 | 2015

Ordnung

„Ordnung“ hat eine zentrale Bedeutung in der Schule im Allgemeinen und im gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht im Besonderen: das unterrichtliche Angebot, z.B. das Wissen, wird geordnet, und die Nutzung soll geordnet verlaufen, z.B. entlang der Curricula oder der Lehrmittel. Damit ist ein weites Feld für das Heft abgesteckt, das die Autorinnen, Autoren breit und unterschiedlich besetzen.
 
Die Beiträge in diesem Heft präsentieren Forschungsprojekte zu unterschiedlichen Ordnungen, diskutieren das Verhältnis unterschiedlicher Ordnungen der Didaktik und der Bezugswissenschaften oder thematisieren Ordnungen im Kopf der Lernenden, der Lehrenden und im alltäglichen gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht.

zdg Heft 1 | 2015, Best.-Nr.: zdg1_15
 
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zdg 1/2015: Ordnung
Inhalt zdg 1 | 2015


Peter Gautschi
Ordnung – zur Einführung in das Schwerpunktthema

Jürgen Oelkers
Ordnung – ein Tabu?

Andrea Szukala, Oliver Krebs
Sozialwissenschaftliche Kontroverse und die Ordnung des curricularen Wissens

Florian Weber
Reflexion von Ordnungserfahrung – Begegnung mit Institutionen.
Überlegungen zu einer genetischen Institutionenkunde in der Politischen Bildung

Michael May
Ordnungsbildung in fachkulturellen Praktiken.
Empirische Rekonstruktionen am Beispiel der politischen Bildung

Tim Kaiser, Franziska Birke, Andreas Lutter
Schülerkonzepte zu ordnungspolitischen Fragen – Eine phänomenographische Untersuchung

Thorsten Hippe
Bildung zur Sozialen Marktwirtschaft oder Befähigung zur Kapitalismuskritik?


Forum


Johannes Tschapka, Taeyeon Kim
2043: Scenario technique as an educational means of learning sustainability

Wolfgang Sander
Israel in deutschen Schulbüchern für die Gesellschaftswissenschaften – Ergebnisse aus der Deutsch-Israelischen Schulbuchkommission

Stefanie Kessler, Stefan Immerfall, Helmar Schöne
Die Europäische Union im Unterricht – das Feld der Lehrer/-innen-Fortbildung

Manuela Droll
Lernhaus – Ein Ordnungskonzept für die Planung kompetenzorientierter Unterrichtseinheiten zur individuellen Förderung in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern


Werkstatt


Karin Fuchs
Unterrichtsmaterialien zur „Akte Grüninger“ – ein Entwicklungsprojekt in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung

Tilman Rhode-Jüchtern
Leit-Bilder – Kreatives Entschlüsseln rätselhafter Ordnungen


Buchbesprechungen


 
 

Heft 2 | 2014

Bildung

„Bildung“ ist zu einem nahezu allgegenwärtigen Schlagwort geworden. Die Rede von Begriffen wie Bildungssystem, Bildungsbeteiligung, Bildungsstandards oder Bildungsforschung verdeckt jedoch, dass es bis heute keinen Konsens darüber gibt, was Bildung als inhaltliche Leitidee für die Schule bedeutet und was es heißt, gebildet zu sein. Inzwischen wächst das Unbehagen gegenüber dieser Situation und es scheint sich im öffentlichen Diskurs über Schule eine bildungstheoretische Wende abzuzeichnen.
Die Beiträge in diesem Heft greifen dieses neue Interesse an Bildung als Leitidee auf und beleuchten gesellschaftswissenschaftliche Fachgebiete unter bildungstheoretischen Perspektiven.

zdg Heft 2 | 2014, ISBN 978-3-89974965-6
 
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zdg 2/2014: Bildung
Inhalt zdg 2 | 2014


Wolfgang Sander
Bildung – zur Einführung in das Schwerpunktthema

Thomas Rucker
Überlegungen zu einer bildungstheoretischen Fundierung der Didaktik der Gesellschaftswissenschaften

Jens Dreßler
Bildung lehren? Neue Zugänge zur philosophischen Pädagogik Otto Friedrich Bollnows

Alexander Gantschow, Christian Meyer-Heidemann
Kompetenzen ohne Standardisierung. Plädoyer für ein erweitertes Bildungsverständnis in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern

Carmela Aprea
Finanzielle Allgemeinbildung: Entwurf einer bildungstheoretisch verankerten Konzeptualisierung

Stefan Applis
Ethische Persönlichkeitsbildung aus geisteswissenschaftlicher und geographiedidaktischer Perspektive.
Empirische Rekonstruktion der Vorstellungen von Geographielehrkräften zu geographischer und schulischer Bildungsarbeit


Forum


Fritz Reheis
Zeiten des Handelns. Zur Zeitdimension in einer pragmatistischen Konzeption Politischer Bildung


Werkstatt


Katrin Gurt
Geschichtsstudium – und wenn ja, warum?
Beobachtungen zu Motivation, Erwartungen und Interessen Geschichtsstudierender am Historischen Seminar der Universität Leipzig


Buchbesprechungen


 
 

Heft 1 | 2014

Fächerintegration

Fächerintegration ist in den Gesellschaftswissenschaften ein gängiges Muster der Fächerorganisation, wovon Fächer wie Geschichte-Politik, Politik-Wirtschaft, Arbeit-Wirtschaft-Technik, Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde, Wirtschaft und Recht, Sozialkunde oder Gesellschaftslehre ein beredtes Zeugnis geben. Diese offerieren – integriert oder spezialisiert - Lernenden ähnliche Felder gesellschaftlicher Realität mit zum Teil gleichen Fragestellungen, aber auch divergierenden Perspektiven. Es existieren also gute Gründe, sich den Chancen und Herausforderungen der Fächerintegration konzeptionell und empirisch zu nähern.

zdg Heft 1 | 2014, ISBN 978-3-89974964-9
 
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Inhalt zdg 1 | 2014


Birgit Weber
Fächerintegration – zur Einführung in das Schwerpunktthema

Federica Valsangiacomo, Dagmar Widorski, Christine Künzli David
Bildungstheoretische Überlegungen zu fächerübergreifendem Unterricht –
Systematik transversalen Unterrichtens

Thorsten Hippe
Kampf der Kulturen? Interdisziplinarität im Disput der Politik- und Wirtschaftsdidaktik

Oliver Plessow
„Geschichte mit Gemeinschaftskunde“ in baden-württembergischen Berufsgymnasien –
ein Beispiel für eine gelungene Fächerintegration?

Volker Rexing
Curriculare Implikationen politischer Bildung in der Berufsschule –
Chancen und Grenzen einer Fächerintegration im Kontext des Lernfeldkonzepts

Thomas Brühne
Bestandsaufnahme gesellschaftswissenschaftlicher Fächerverbünde in Deutschland
und Überlegungen zu einer stärker integrativ ausgerichteten Organisationsform


Forum


Marie Winckler
Von Geschlechterdifferenzen zu Differenzierungsprozessen.
Veränderungen und Innovationspotenziale in der Politikdidaktik

Alexandra Binnenkade
Was ist eine Quelle? Ein geschichtsdidaktisches Plädoyer

Carsten Quesel, Carmine Maiello, Susanne Burren
Miniunternehmen als schulische Lern- und Arbeitsform.
Eine Querschnittsstudie zu „Young Enterprise Switzerland“


Werkstatt


Christian Kuchler
Didaktik der Gesellschaftswissenschaften in Forschung und Lehre: das Aachener Modell

Sven Oleschko
Rezeption und Textproduktion zu einem Schaubild –
Ein Vergleich von Schülern und Studierenden zur schriftlichen Schaubildbeschreibung


Buchbesprechungen


 
 

Heft 2 | 2013

Narrationen

Komplexe Zusammenhänge in der Geschichte, Geographie, Politik und Wirtschaft lassen sich selten „als solche“ didaktisch behandeln; sie müssen vielmehr reduziert, verdichtet und verständnisintensiv werden. Dies kann durch Modelle, Bilder oder Erzählungen geschehen, die auf spezifische Adressaten gerichtet und von diesen sinngemäß interpretiert werden. Der Sinn kann in der Sache liegen und in der Hinsicht des Betrachters – eine Sinn-Vorgabe oder eine Sinn-Zugabe. Die Narration ist ein traditionelles Format zum Verstehen von Welt, als Prozess oder als Produkt. Hier wird über einen Fall/eine Figur/eine Idee Verständnis in einer Sache ermöglicht und das Entschlüsseln, Verallgemeinern und Relativieren geübt.
Neben der Kleinen Erzählung zum Verstehen von Großen Erzählungen gibt es eine weitere Dimension des Begriffsfeldes, nämlich das Narrativ. Narrative können als Erklärungsansätze (im Sinne von Paradigmen) erkannt werden, die für ein bestimmtes Raum-Zeit-System als gültig erscheinen, z.B. national, gruppenspezifisch, zeitweilig, triftig und funktional, aber niemals als universal und endgültig. Auch dies gilt es als Muster zu durchschauen und zu dekonstruieren.
Das Heft bietet dazu eine Reihe theoretisch gegründeter Anwendungen. Diese sind konzeptionell oder empirisch gefasst; sie sollten zugleich Impulse setzen zur Entwicklung einer reflexiven, dekonstruktiven und narrativen Kompetenz.

zdg Heft 2 | 2013, ISBN 978-3-89974903-8
 
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Inhalt zdg 2 | 2013


Tilman Rhode-Jüchtern
Narrationen – zur Einführung in das Schwerpunktthema

Jörg van Norden
Geschichte ist Narration

Ingo Juchler
Narrationen in der politischen Bildung

Wolfgang Hasberg
Jutta oder Johanna – oder wer macht hier Geschichte(n)?
Grundlegende Bemerkungen zur Narrativität historischen Lernens

Rolf Peter Tanner
Die „Eröffnung“ des Gotthards –
oder wie nationale Narration und Konstruktion die Erkenntnis trüben können

Andreas Klee, Luisa Lemme, Julia Neuhof
Von Tischen, Königen und Politikleuten –
Das narrationsbasierte Verstehen von Begriffen und seine Bedeutung für die sozialwissenschaftliche Bildung

Jan Hodel, Monika Waldis, Meik Zülsdorf-Kersting, Holger Thünemann
Schülernarrationen als Ausdruck historischer Kompetenz

Stefan Benz, Justyna Kaczorek
Storytelling zwischen Marketingpraxis und Geschichtsdidaktik

Stefan Applis
Erzählungen von globaler Gerechtigkeit –
Untersuchungen von Problemfeldern wertorientierten Lernens im Geographieunterricht mit der dokumentarischen Methode


Werkstatt


Frank Ahrens, Peter Holtz, Will Lütgert, Karin Kleinespel
Didaktikum oder Brücke zum Vorbereitungsdienst?
Anmerkungen zum Jenaer und Paderborner Praxissemester

Daniel Ringk
Fächerintegration im gesellschaftlich-wissenschaftlichen Lernbereich der Sekundarstufe I


Buchbesprechungen


 
 

Heft 1 | 2013

Symbole

Symbole lösen im Denken der sie wahrnehmenden Menschen Bedeutung aus. Sie stellen etwas dar, was ohne ihre Hilfe nicht oder nur schwer bedacht oder erfasst werden kann. Menschen können nur auf Grundlage von Symbolen die Welt und die Gesellschaft verstehen.
Dementsprechend spielen Symbole im gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht eine große Rolle und bewirken eine Fülle didaktischer Fragen: Welche Symbole sind zentral im gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht? Bei welchen Symbolen gelingt es im Unterricht gut, den Bezug zu Phänomenen herzustellen, bei welchen schlecht? Welche besonderen Lernhemmnisse gehen mit Symbolen einher? Wo treffen beim selben Symbol aus unterschiedlichen Perspektiven unterschiedliche Vorstellungen aufeinander? Mit diesen Fragen befassen sich die Autorinnen und Autoren des aktuellen Hefts der zeitschrift für didaktik der gesellschaftswissenschaften.

zdg Heft 1 | 2013, ISBN 978-3-89974902-1
 
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Inhalt zdg 1 | 2013


Peter Gautschi
Symbole – zur Einführung in das Schwerpunktthema

Carl Deichmann
Bedeutung von Symbolen im politischen Bewusstseinsbildungsprozess.
Konsequenzen für Politikdidaktik, die politische Bildung und die qualitative Forschung

Michele Barricelli
Gegenwart und Erinnerung in der großen Stadt.
Ein Bericht über symbolisches Geschichtsbewusstsein in Prozessen des urbanen Wandels („Gentrification“)

Mirka Dickel, Antje Schneider
Über Spuren. Geographie im Dialog

Iris Groschek
Der Koffer als Symbol in der Erinnerungskultur.
Das Beispiel der Gedenkstätte Bullenhuser Damm


Forum

Wolfgang Sander
Die Kompetenzblase –
Transformationen und Grenzen der Kompetenzorientierung


Werkstatt


Dirk Sadowski
Zur Arbeit der neuen deutsch-israelischen Schulbuchkommission

Reinhold Hedtke
Sozio-ökonomische Bildung als integratives Paradigma der Wirtschaftsdidaktik

Bettina Zurstrassen
Wie Lehr-Lern-Forschung im Praxissemester gelingen kann:
Lehr-Lern-Forschung entlang fachdidaktischen Prinzipien


Buchbesprechungen


 
 

Heft 2 | 2012

Urteilen

Es besteht in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern ein Konsens darüber, dass Unterricht zu gründlicher Analyse, eigenständiger Orientierung und begründeter Entscheidung in der Auseinandersetzung mit der sozialen Welt befähigen soll. Unterricht soll somit Urteilen fördern; entsprechend finden sich in fast allen Kompetenzmodellen für die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer auf Urteilen bezogene Kompetenzbereiche. Dennoch gibt es zur Urteilsfähigkeit noch viele unzureichend geklärte Fragen. Eine Reihe dieser Fragen sind Gegenstand der Beiträge dieses Heftes: ideengeschichtliche Wurzeln der Leitidee der politischen Urteilsfähigkeit und deren Verhältnis zu wirtschaftlichen Urteilen, Beziehungen zwischen Sach- und Werturteilen in Politik und Geschichte, Herausforderungen der postmodernen Philosophie für das Konzept des rationalen Urteilens sowie die Konkretisierung urteilsbezogener Kompetenzen durch Operatoren.

zdg Heft 2 | 2012, ISBN 978-3-89974805-5
 
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Inhalt zdg 2 | 2012


Wolfgang Sander
Urteilen – zur Einführung in das Schwerpunktthema

Ingo Juchler
Politisches Urteilen

Peter Henkenborg
Politische Urteilsfähigkeit als politische Kompetenz in der Demokratie –
der Dreiklang von Erkennen, Urteilen und Handeln

Werner Friedrichs
Zur Konstruktion von Urteilen:
Politische Urteilsbildung jenseits sozialer Rahmenvernunft

Christian Mehr
„Ich habe euch etwas mitgebracht.“
Fallanalysen zum Umgang mit kontroversen Urteilen im gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht


Forum

Rudolf Künzli
Das Lerngerüst Schule

Bettina Fackelmann
„Sprichst du Politik?“ –
Arenen politischer Sprache und ihre Effekte aus der Sicht von Jugendlichen in Deutschland


Werkstatt


Anastasia Moraitis und Sven Oleschko und Mitarbeit von Dr. Regina Hauses und Sefanie Paufler-Gerlach
„Steine sprechen lassen“ –
Zur Rolle der Sprache im Geschichtsunterricht


Buchbesprechungen


 
 

Heft 1 | 2012

Einstellungen

Einstellungen, innere Bilder und Urteile gegenüber anderen Menschen, Gruppen, Institutionen und Problemen sind in allen gesellschaftswissenschaftlichen Fächern sowohl als Lernvoraussetzungen als auch als Bildung- oder Erziehungsziele und sogar als unbeabsichtigte Folgen von hoher Brisanz. Diese Ausgabe der zdg beleuchtet im Schwerpunktthema Einstellungen aus verschiedenen fachspezifischen, überfachlichen und interdisziplinären Perspektiven. Dabei geht es im Schwerpunkt um Einstellungen als Lernvoraussetzungen und als beabsichtigte und unbeabsichtigte Lernergebnisse im Unterricht gesellschaftswissenschaftlicher Fächer, um Möglichkeiten und Grenzen der Einstellungserfassung und des Einstellungswandels.

zdg Heft 1 | 2012, ISBN 978-3-89974804-8
 
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Inhalt zdg 1 | 2012


Birgit Weber
Einstellungen – Zur Einführung in das Schwerpunktthema

Markus Bernhardt
Einstellungen Jugendlicher gegenüber Geschichte und Geschichtsunterricht

Kristina Lange
Macht und Ohnmacht?
Schülervorstellungen und Einstellungen zu Gesellschaftsordnungen und zur sozialen Ungleicheit

Jörg van Norden
Geschichte ist Einstellungssache

Dominik Allenspach
Verständnisse Deutschschweizer Lehrpersonen von politischer Bildung: eine Typenbildung
Eberhard Jung, Aline Schmidt
Selbstkonzeptentwicklung durch Kompetenzerwerb
Werner Friedrichs
Das eingestellte Subjekt: Einstellungsgenese und -wandel im Spiegel dezentrierter Subjektivität


Forum

Monika Waldis, Jan Hodel, Nadine Fink
Lernaufgaben im Geschichtsunterricht und ihr Potential zur Förderung historischer Kompetenzen


Werkstatt


Tilman Rhode-Jüchtern
„Geographie 2.0“ –
Die Entwicklung eines Schulfaches (Geographie) im Spiegel der Examensarbeitsthemen seiner künftigen Lehrer

Raffael von Niederhäusern, Dorothee Brovelli, Karin Fuchs, Armin Rempfler
Außerschulische Lernorte – eine interdisziplinäre Annäherung


Buchbesprechungen


 
 

Heft 2 | 2011

Macht

Macht als Google-Suchwort klärt scheinbar schnell und einfach auf: es ist die Fähigkeit, auf Denken und Verhalten anderer Personen und Gruppen einzuwirken, Ziele zu erreichen und sich nicht anderen unterwerfen zu müssen. Max Weber hat Macht als Chance bezeichnet, „innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen“. Das dürfte etwa dem gebildeten Alltagsbewusstsein entsprechen, wobei allenfalls noch das komplementäre Wort „Gegenmacht“ auftauchen könnte. Macht ist danach ein soziales Verhältnis von Chance und Unterordnung.

Macht ist aber nicht nur ein soziales Verhältnis, sondern realisiert sich auch durch die Wirkung und Schaffung der räumlichen Verhältnisse, im alltäglichen Geographie-Machen und in der großen „Geopolitik“; es realisiert sich in der alltäglichen Normierung in Schule, Justiz, Wirtschaft, Ethik und Politik. Wenn man Macht zusätzlich attribuiert, etwa durch das Adjektiv „strukturell“, und wenn man das Wort damit negativ konnotiert wie im Begriff „strukturelle Gewalt“ (Galtung), kommt noch die normative Eigenschaft der Vermeidbarkeit und Ungerechtigkeit dazu, eine Beeinträchtigung grundlegender Bedürfnisse, die außerdem eine Emanzipation von Gleichen unter Gleichen strukturell unmöglich macht. Macht wird – von Menschen gegen Menschen – „ausgeübt“.

Derartige alltägliche subjektive Definitionen sind nicht falsch oder überholt, allein schon deshalb nicht, weil sie existieren und wirken. Damit lassen sich auch Fälle bearbeiten und Einstellungen beeinflussen. Aber die Gefahr ist groß, dass damit der Begriff Macht unterkomplex und affektbeladen bleibt.

Die Beiträge in diesem Heft beschreiben den Begriff Macht aus unterschiedlichen Perspektiven.

zdg Heft 2 | 2011, ISBN 978-3-89974674-7
 
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Inhalt zdg 2 | 2011


Markus Riefling
Foucaults Konzept der Macht und seine Bedeutung für die Politische Bildung

Christian Kirschner, Frederick de Moll
Politische Bildung im Lichte ihrer Machtbegriffe:
Jacques Rancières Impulse für Zielperspektiven politischer Bildungspraxis

Kathleen Raths, Katharina Kalcsics
Macht mit Legitimation –
Vorstellungen von Kindern über Herrschaft im demokratischen System

Ludwig Heuwinkel
Zeitstrukturen als Machtfaktor

Franziska Birke, Bernd Remmele
Die ökonomische Seite der Macht


Forum

Alexandra Lechner-Amante
Museen als Orte politischer Bildung –
am Beispiel der Ausstellung „African Lace – Österreichische Stoffe für Nigeria“


Werkstatt


Tilman Rhode-Jüchtern
Macht und Raum   „Der Löwe von Aspern“

Lars Reinking
Bilder der Macht entschlüsseln.
Oder: Wie lernen Jugendliche im Geschichtsunterricht kritisch mit Propagandakunst umzugehen?

Peter Gautschi, Kurt Messmer und die beteiligten Geschichtslehrpersonen der Luzerner Gymnasien
Geschichtsunterricht forschend weiterentwickeln


Buchbesprechungen


 
 

Heft 1 | 2011

Emotionen

Bei der Beschäftigung von Menschen mit Welt spielen Emotionen immer eine Rolle, zum Beispiel weil die Lernenden und Lehrenden Emotionen mit in den Lernprozess bringen, weil die Lerngegenstände emotional aufgeladen sind, weil Emotionen entstehen in der Auseinandersetzung mit den Themen oder in der Interaktion der am Geschehen Beteiligten.

Ob Emotionen für den Lernprozess eher fördernd oder hemmend sind, in welchen Phasen des Lernprozesses sie besonders bedeutsam sind, unter welchen Bedingungen sie verschüttet werden, wie Lehrpersonen mit ihren Emotionen und denjenigen der Lernenden umgehen sollen, wie Emotionen im Unterricht gestärkt und bewusst gemacht werden können, das alles sind für die Didaktiken der Gesellschaftswissenschaften zentrale Fragen.

Im neuen Heft der zeitschrift für didaktik der gesellschaftswissenschaften geben fünf verschiedene Beiträge Antworten auf diese und weitere Fragen.

zdg Heft 1 | 2011, ISBN 978-3-89974673-0
 
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Inhalt zdg 1 | 2011


Peter Schulz-Hageleit
Zur emanzipatorischen Kraft von Emotionen.
Denkanstöße zum Verhältnis von Verstand und Gefühl in der historisch-politischen Bildung

Noa Mkayton
„... the great danger is tears ...“ –
Die Bedeutung von Empathie und Emotionen im Holocaustunterricht

Carolin Kölzer
Arbeitslosigkeit als Lebens- und als Lernsituation

Heiko Schmid
Geographien der Faszination:
Emotionalität in relationaler Perspektive

Rolf Arnold/Thomas Prescher
Emergenz der Emotion in pädagogischen Interaktionen:
Grundlinien einer transformativen Erlebnispädagogik


Forum

Carsten Quesel
Politische Kognitionen und historische Orientierung:
Wie urteilen Jugendliche über die Schweizer Geschichte im Kontext des Zweiten Weltkriegs?

Bernd Schönemann/Holger Thünemann/Meik Zülsdorf-Kersting
Was können Abiturienten?
Ergebnisse einer qualitativ-empirischen Studie zur Auswertung des NRW-Zentralabiturs Geschichte 2008

Thorsten Hippe/Reinhold Hedtke
Wissen über Wirtschaft und Politik.
Eine explorative empirische Studie zum Basiswissen von Referendaren und Studenten in NRW


Werkstatt


Rezensionen


 
 

Heft 1 | 2010

Wissen

Die Frage nach dem im Unterricht zu vermittelnden Wissen steht derzeit ganz im Fokus der fachdidaktischen Forschungen und Theoriedebatten.

Ohne eine Vorstellung von dem, was Wissen ist, ist ein Verständnis von Unterricht, Schule und Bildung nicht möglich. Welcher Wissensbegriff ist wissenschaftlich vertretbar, wie verhalten sich Wissen und Kompetenzen, Wissen und Bildung, fachliches und überfachliches Wissen zueinander?

Diesem zentralen Themenfeld widmet sich das erste Heft der neuen zeitschrift für didaktik der gesellschaftswissenschaften.

zdg Heft 1 | 2010, ISBN 978-3-89974669-3
 
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Inhalt zdg 1 | 2010


Tilman Rhode-Jüchtern
Wissen – Nicht-wissen – Welches Wissen?
Sieben Versuche zu einem angestrengten Begriff

Wolfgang Sander
Wissen im kompetenzorientierten Unterricht
Konzepte, Basiskonzepte, Kontroversen in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern

Peter Gautschi
Wissen – Voraussetzung und Folge von Historischem Lernen

Birgit Weber
Wirtschaftswissen zwischen Bildungsdefiziten und Unsicherheiten

Roland Reichenbach
Das sogenannte träge Wissen und die Kultur der Bildung


Forum

Takahiro Kondo
Politische Bildung in Japan


Werkstatt


Rezensionen


 

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